Ist Influencer Marketing nur ein Hype? Zahlen und Daten

Ist Influencer Marketing nur ein Hype?

Influencer Marketing ist gegenwärtiger Trend. Das Geschäft mit den Influencern hat sich bereits bei Unternehmen in der digitalen Welt etabliert. Die digitalen Popstars feiern sich auf Plattformen wie Facebook, YouTube, Instagram oder Snapchat. Deren hohe digitale Sichtbarkeit und Aktivität sorgen dafür, dass Follower den Influencern ein gewisses Maß an Expertenwissen zuschreiben. Wie können nun Unternehmen dieses Vertrauen nutzen, um Produkte über einen Influencer zu vermarkten?
Interessant ist, dass sich das herkömmlichen Marketing sich an einem wesentlichen Punkt vom Influencer Marketing unterscheidet: Nämlich durch das Vertrauen der Fans. Follower sind für die Inhalte des Influencer empfänglich. Außerdem treten Influencer mit einer hohen Reichweite mittlerweile als eine personengebundene Marke auf. Sie agieren nicht nur als Person, sondern als sichtbare Markenbotschafter. Dadurch mischen sie die Karten des Online-Marketings neu und durchbrechen alte Werbemuster durch ihre Online-Präsenz.

Influencer Marketing: Transparenz ist wichtig

Wie soll ein Influencer eingeordnet werden? Soll ein monetärer Anreiz für den „Werbenden“ geschaffen werden oder bleibt es bei einer Übernahme der Auslagen (Hotel, Fahrkosten, Spesen, etc..). Es ist wichtig, dass Unternehmen transparent mit Medienvertretern bzw. Influencern arbeiten. Produktplatzierungen müssen mittlerweile gekennzeichnet werden (#werbung). Ein Produktionskostenzuschuss sollte jederzeit einsehbar sein – Insbesondere auf Nachfrage. Klare interne Prozesse sorgen für eine einheitliche Kommunikation mit den Influencern und Medienvertretern. Die Pressekommunikation eines großen niedersächsischen Autobauers handhabt dies vorbildlich. Influencer werden wie Pressevertreter behandelt: Es erfolgt keine Vergütung und lediglich Kost und Logis werden übernommen.

2018: Aktuelle Zahlen zum Thema Influencer Marketing

Studie: 01.02.2018 Quelle | 1.200 Influencer wurden befragt…

  • 90 % der Befragten bezeichnen sich selbst als Influencer
  • Dominant: Die Mehrheit der Befragten ist weiblich.
  • Alter: Influencer sind im Schnitt 27 Jahre, Follower ca 24 Jahre alt.
  • Out: Snapchat wird nicht als relevante Plattform eingeschätzt
  • Finanzen: Influencer klagen über zu geringe Entlohnung
  • Priorität: Geld verdienen steht erst an vierter Stelle. Nach "etwas bewirken", "Audience aufbauen" und "Beliebheit steigern"
20 %erhalten Geschenkartikel anstatt Geld
33 %erhalten weniger als 500 $
28 %erhalten 500 - 1000 $
0,7 %erhalten 10.000 - 25.000 $
0,3 %erhalten über 25.000 $

Influencer Marketing: 5 Tipps für Unternehmen und Influencer*

*Instagram: Studie JvM & Brandnew IO

#1 - Text

Umso erfolgreicher ein Influencer desto länger die Texte: Idealerweise mind. 35 Wörter. Fragende und auffordernde Posts erreichen 16% mehr Interaktionsrate bei den Followern.

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#2 - Hashtags

2 – Hashtags. Umso erfolgreicher ein Influencer desto weniger werden Hashtags verwendet. Anfangs zum Community-Aufbau mehr Hashtags verwenden, später sollten 3-4 Tags reichen. Transparenz ist wichtig und gesetzlich vorgeschrieben: Werbung oder Kooperationen durch ein #ad bzw. #werbung kennzeichnen.

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#3 - Zeit

Hier gilt: Ausprobieren. Zur welche Uhrzeit ist die Reichweite oder Interaktion am höchsten? Innerhalb der ersten 5 Minuten ist der Einfluss eines Posts am Größten. Umso mehr Leute in diesem Zeitraum interagieren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Fans den Post wahrnehmen. Die 45 Minuten-Regel entscheidet über eine High- oder Low-Performance des Posts.

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#4 - Kosten

JvM empfiehlt Unternehmen: Entweder „viel“ Geld für einen Influencer zu zahlen oder kein Geld dem Influencer zahlen. Die Grafik zeigt, das vorhergesagte Engagement des Influencers und der Einfluss auf die Marke steigt signifikant, ab dem monetäre Einsatz von 4.000 $ und schwächt sich ab 8.000 $ ab.

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#5 - Motivation

Die Gewichtung eines materiellen Geschenk steht über möglichen monetären Anreizen: Influencer können durch materielle Belohnungen motiviert werden. Hier zeigt sich, dass die Unternehmen als Auswahlkriterium die Affinität  des Influencers zum Produkt oder der Dienstleitung nutzen sollten. Umso höher die Affinität zum Produkt, desto wahrscheinlicher ist die Weiterempfehlung des Influencers. Gewonnen hat man, wenn der Influencer das Produkt alltäglich benutzt – weil er davon überzeugt ist.

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Ich bin Marketingmanager und Spezialist für Online Content. Mit der richtigen Mischung aus Beratung, Konzeption und Produktion für digitale Kommunikation. In unregelmäßigen Abständen blogge ich privat über Themen, die mich interessieren.

Julius Kröger Inhaber julius-media.de
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